Martin wird Vizeweltmeister

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Martin Schulz startete am Wochenende beim ITU World Paratriathlon Grand Final in Chicago. Sein Ziel war klar: den Weltmeistertitel verteidigen. Lange in Führung liegend, wurde er am Ende Vizeweltmeister. Hier sein Bericht zum Wettkampf:

Tja, so ist das halt im Sport. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Machmal hat man Glück, manchmal nicht. In dem Fall heißt verlieren diesmal Platz zwei.

Zuerst das Gute. Der Start verlief wirklich sehr gut und ich konnte mich schon wie seit langem nicht mehr beim Schwimmen etwas absetzen und als erster das Wasser verlassen. Das gibt Selbstvertrauen und bringt die anderen in Zugzwang. auf den den ersten 1 1/2 von 5 Radrunden lief es dann auch richtig gut. Ich konnte ohne Mühe den Abstand halten bzw. vergrößern, bis plötzlich mein Vorderrad geplatzt ist. Bis jetzt ist mir das noch nie im Wettkampf und in der der Art auch überhaupt noch nicht passiert. Zum Glück, war es dann nicht so sehr weit bis zur wheelstation und ich konnte mein Rad wechseln. Dabei habe ich aber über eine Minute verloren und die Führung war dann auch hinüber. Ich habe dann den Rückstand bis zum zweiten Wechsel wieder gut machen können, aber dabei viele Körner lassen müssen, die mir dann auf der Laufstrecke gefehlt haben. Stefan Daniel war läuferisch dann heute einfach etwas besser als ich. 

Aus Fehlern und Erfahrungen lernt man. Hätte, wenn und aber. Ohne Platten hätte das Rennen für mich noch etwas besser verlaufen können.

Die direkte Qualifikation für die Paralympics habe ich somit auch verpasst. Ich stehe allerdings auf Platz 1 im Rio Ranking und brauche mir somit darüber keine Gedanken machen, da es fast unmöglich ist da verdrängt zu werden.

Vor zwei Tagen hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich das so gelassen sehe. Ich wollte unbedingt gewinnen und die Form dazu hatte ich heute auch, was mich auf dem weiteren Weg nach Rio 2016 positiv stimmt. Das gehört zum Triathlon dazu. Ich sehe überall noch Reserven und das Pech mit dem Platten und anderen Missgeschicken im Wettkampf müsste jetzt aufgebraucht sein, sodass dann im nächsten Jahr alles glatt laufen müsste :-)

Ich denke, wenn man mit dem Pech 2. bei einer WM wird, ist dass keine Schande und das sollte mir bewusst werden und mit einer Nacht drüber schlafen wird mir das dann auch bewusst.

Es gibt immer mal Rückschläge, die einen auf lange Sicht vorwärts bringen. In ein paar Tagen werde ich darüber schmunzeln. Es gibt deutlich schlimmeres, was man nicht so schnell verkraftet und viel trauriger ist.

Foto: DTU

Vicky // maximalPULS
Vicky // maximalPULS
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